Verantwortungjetzt


Stylish und trotzdem fair?
31. August, 2007, 11:49
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Sie denken das geht nicht? Sie denken, dass diese beiden Begriffe schließen sich gewissermaßen qua definitionem aus? Sie haben nach wie vor das Bild des „wollbesockten“, in „Jesuslatschen schlurfenden“, „Batik-Shirt-tragenden“ Ökos im Kopf, der sich jeglicher Mode entsagt hat?

In Zeiten, in denen die Konsumentengruppe der so genannten „LOHAS“ einen zunehmenden Einfluss auf den Markt nimmt, gehören eben beschriebene Outfits längst der Vergangenheit an. Wer sich in Zukunft öko und fair kleiden möchte und trotzdem sportlich, elegant, extravagant – kurz gesagt modisch aussehen möchte, der ist bei http://www.true-fashion.com/ gut bedient.

Werfen Sie daher unbedingt einen Blick in den Online Fashion Shop für ökologisch produzierte und fair gehandelte Urban Streetwear.

Kleiden Sie sich verantwortlich und chic!



Basic goes Discount – oder wie ein Biomarkt Aufsehen erregt
30. August, 2007, 11:08
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Die Information breitete sich nicht nur in der „Bioszene“ aus wie ein Lauffeuer: Die Lidl-Schwarz-Gruppe steigt bei der Bio-Supermarkt-Kette Basic ein. Ausgerechnet Lidl – der Discounter, der wegen seines Preis-, Umwelt- und Sozialdumpings seit Jahren im Visier von Kritikern ist.

Die Stimmen zum Thema variieren: „Bei einer Beteiligung des Discounters von 13 Prozent handelt es sich lediglich um eine Minderheitenbeiteiligung“, meinen die einen, während andere sich sicher sind, dass dies nur der erste Schritt auf dem Weg zur völligen Übernahme des 1997 gegründeten Bio-Lebensmittelhauses durch Lidl ist. „Nur so kann Bio es schaffen, in den Mainstream zu gelangen und sich endlich vom 80er Jahre Image des ‘Körnerfressertums’ und des ‘Jesuslatschen-Outfits’ befreien“, hört man es munkeln, andere wiederum fühlen sich verraten und verkauft – im wahrsten Sinne des Wortes.

So auch Öko-Pionier und Gründer von Basic, Richard Müller, der durch die Niederlegung seines Amtes als Berater und den voraussichtlichen Verkauf seiner Firmen-Aktien ganz klar Position bezieht. Für Ihn ist die Beteiligung der Lidl – Schwarzgruppe an Basic, nicht zuletzt wegen ihrer völlig diametralen Firmenphilosophien, absolut undenkbar.

Da mag er nicht ganz unrecht haben: „Bio für alle – Qualität trägt unseren Namen“, ist das Selbstverständnis der einen; „Wir machen die billigen Preise“ scheint Kern des Firmenverständnisses der anderen zu sein.

Die Diskussion bleibt spannend: Wie werden sich diese zwei ungleichen Schwestern verstehen und wer wird wen bekehren? Wird Lidl dank Basic Läuterung erfahren und all seine Vergehen der Vergangenheit, wie die schlechten Arbeitsbedingungen, die niedrigen Löhne sowie die Haltung „Masse statt Klasse“ bereuen und zum „Bio-tum“ konvertieren oder aber wird der Discounter den Bio-Supermarkt sukzessive von innen aushöhlen, um ihn sich schlussendlich Untertan zu machen für die dunkle Seite der Macht.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema?



Anders gesagt
29. August, 2007, 10:38
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Poesie für mehr Verantwortungsbewusstsein

Das Ende Adams

Du packst deine Backentaschen voll

mit der Ernte dieser Erde.

Deinen unförmigen Leib bedecken Stoffe gewoben aus dem Leid anderer –

getarnt mit floralem Druck.

Du gehst nicht über Leichen,

isst sie lediglich zum Abendbrot.

Was sonst wohl würde besser mit den zwanzig Uhr Nachrichten

aus sicherer Entfernung konsumiert –

harmonieren?

Dich trifft keine Schuld.

Du bist nicht der Stein des Anstoßes, nicht der Bock der Sünde.

Du bist nur Zaungast dieser Welt und deines eigenen Lebens.

Hier bist du Mensch

– hier darfst du’s sein –

gleicht deine Silhouette auch schon lange nicht mehr der des homo sapiens,

der sich einst stolz über die Flora und Fauna erhob.

Du bist aus den Fugen geraten, ebenso wie die Welt.

Der Apfel an deiner Kehle erinnert einzig an deinen göttlichen Ursprung –

und auch das nur dem Worte nach.

 

Maria Antoniades



Ergreifen Sie die Initiative – unterschreiben Sie
28. August, 2007, 20:01
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Ölpalmen

Wenn es um die Verantwortung der Industrieländer für den Rückgang der tropischen Wälder geht, fällt der erste Gedanke auf unseren Tropenholzkonsum. Tatsächlich stellt der kommerzielle Holzeinschlag weltweit die größte Bedrohung für die Primärwälder in den Tropen dar. Darüber hinaus gibt es aber eine Vielzahl weiterer Zerstörungsursachen, die regional sogar von größerer Bedeutung sein können, als die Holznutzung. In Südostasien breitet sich vor allem die Ölpalme auf Kosten der noch vorhandenen Wälder aus. Das hat fatale Ursachen für die Menschen vor Ort.
   

Der Ölpalmenboom in Südostasien und die Folgen

Kaum eine Kulturpflanze der tropischen Regionen kann auf derartige Expansionsraten in den letzten beiden Jahrzehnten zurückblicken wie die aus Äquatorialafrika stammende Ölpalme (bot. Elaeis guinensis). Grund hierfür: Der Pflanzenzüchtung ist es gelungen, die Ölpalme zur weltweit ertragreichsten fettliefernden Pflanze zu machen. Deshalb fressen sich die Ölpalmenplantagen immer weiter in die noch vorhandenen tropischen Wälder hinein. Vielfach kommt es zur Vertreibung der lokalen Bevölkerung und unkontrollierten Brandrodungen.


Was haben wir in Europa damit zu tun?

Schon bei einer ersten Übersicht wird schnell klar, das Palmöl in vielen Dingen des täglichen Gebrauchs enthalten ist. Bei uns sind die verschiedenen Handelsprodukte der Ölpalme vor allem Rohstoffe für die verarbeitende Industrie. Der größte Teil wird in der Lebensmittelproduktion verwendet. Das Spektrum reicht von Fertigsuppen und Backwaren bis zu Schokolade und Eiscreme. Bei vielen Produkten wie z.B. Margarine kann Palmöl durch andere Fette wie Soja- oder Rapsöl ersetzt werden und die Zusammensetzung ändert sich je nach Marktlage. In der Wasch- und Kosmetikindustrie dient Palmöl vor allem zur Herstellung waschaktiver Substanzen (Tenside). Diese sind in fast allen Waschpulvern und Reinigungsmitteln enthalten. Aber auch für Kosmetika wird Palmöl verwendet.
Farben und Lacke können ebenfalls Palmöl sowie Palmkernöl enthalten. Außerdem wird es für Schmierstoffe und Fette sowie für Kerzen eingesetzt.
Palmkernschrot findet fast ausschließlich in der Tierfutterindustrie Verwendung. Darüber hinaus wird aber auch Palmkernöl für Spezialanwendungen wie Milchaustauscher von der Tierfutterindustrie benötigt.

Das sagt die Industrie

Viele Firmen die Palmöl verwenden, erhielten kürzlich Post von ROBIN WOOD. Die Unternehmen wurden aufgefordert, zur aktuellen Situation der Palmölgewinnung Stellung zu beziehen. Die Mehrzahl gab sich mit den negativen Folgen des Ölpalmenbooms in Südostasien durchaus vertraut, um gleich darauf jede Verantwortung von sich zu weisen. Typisch dafür war das Schreiben von Procter&Gamble (Ariel, Lenor, Meister Proper): „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass alle unsere Rohmaterialien, dazu gehört auch Palmöl, generell unter der Beachtung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte ausgewählt werden.“ Na dann ist doch alles klar, oder? Bei Henkel sind einfach die anderen Schuld: „Der Anbau von Ölpalmen ist nicht Ursache für die Zerstörung des Regenwaldes. (…) Für die Zerstörung des Regenwaldes in Indonesien ist in erster Linie die Holznutzung als billige Einkommensquelle verantwortlich zu machen.“ Da wird der schwarze Peter einfach weiter gereicht. Aus Sicht des Holzhandels dagegen argumentiert immer wieder gern, dass die Landwirtschaft, also auch Anbau der Ölpalme, verantwortlich sei für den Waldrückgang. Verantwortlich verhalten sich nur die Biohersteller, die von anerkannten Bioanbauverbänden zertifiziert werden. Diese verwenden Rohstoffe aus sozial und ökologisch akzeptablen Quellen.

Das fordert ROBIN WOOD

Der hemmungslosen Expansion von Ölpalmen-Plantagen in Südostasien – vor allem in Indonesien – dürfen keine weiteren Waldgebiete mehr geopfert werden. Neue Investitionen, und damit auch die Kreditvergabe europäischer Geschäftsbanken, sollten eine ökologische und soziale Wende dieses Wirtschaftszweiges begünstigen. Dabei ist eine Partizipation der Bevölkerung vor Ort unbedingt notwendig. Gefordert sind auch Industrie und Handel, die mit ihrer Marktmacht akzeptable Mindeststandards durchsetzten könnten.

Sie entscheiden mit

Als VerbraucherIn können Sie mit Ihrem Konsumverhalten dazu beitragen, dass die tropischen Lebensräume nicht weiter zerstört werden, indem Sie Produkte, die Palmöl enthalten könnten, meiden. Lediglich von einem anerkannten Bioanbauverband zertifiziertes Palmöl ist akzeptabel. Dies zu befolgen, ist sicher nicht immer ganz einfach, denn die Deklaration von den meisten Produkten reicht dazu einfach nicht aus. Grundsätzlich können Sie aber folgende Tipps beherzigen:

·         Kaufen Sie biologisch erzeugte Lebensmittel.

·         Fragen Sie auch bei Kosmetika, ob darin Palmöl enthalten ist. Es gibt Hersteller, die auf den Einsatz von Palmölen verzichten.

·         Verwenden Sie nach Möglichkeit Reinigungsmittel, die auf Seifenbasis hergestellt worden sind und vermeiden Sie unnötige Waschgänge.

Es lohnt sich auch die eigene Bank zu fragen, ob diese die Palmölindustrie mit neuen Krediten füttert. Lassen Sie Sich nicht mit allgemeinem Umweltstatements abspeisen und wechseln Sie – falls notwendig – Ihr Geldinstitut. Und behalten Sie Ihre Entscheidung nicht für sich, sondern sagen Sie es den betreffenden Unternehmen oder den politisch Verantwortlichen.

Ihre Unterschrift zählt

Robin Wood hat sich einem Moratoium angeschlossen, dass die Förderung von Agroenergie aus Monokulturen stoppen will. Über 100 Organisationen aus aller Welt haben das Dokument bereits unterschrieben. Und auch Privatpersonen können das Moratorium unter folgender Seite unterschreiben: http://www.econexus.info/biofuels.html

Weitere Informationen finden Sie auf der Robin Wood Homepage unter

http://www.umwelt.org/robin-wood/german/trowa/fg/index.htm



Klimaschutz durch verantwortungsbewusste Ernährung
28. August, 2007, 10:07
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Gemäss der Welternährungsorganisation der UNO trägt die Nutztierhaltung mehr zur Klimaerwärmung bei als der gesamte weltweite Verkehr. Dennoch wird dies in den meisten Klimadiskussionen konsequent ignoriert. Im folgenden wird deshalb die, für viele offenbar sehr unangenehme Wahrheit, des Zusammenhangs zwischen dem eigenen Ernährungsverhalten und dem Klimawandel anhand Aussagen international anerkannter Organisationen aufgezeigt.

Welternährungsorganisation der UNO

Gemäss dem neuen Bericht der Ernährungs- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erzeugt der Nutztiersektor mehr Treibhausgase, gemessen in CO2-Equivalente – 18 Prozent – als das Transportwesen. Er ist ebenfalls eine grosse Quelle für Bodenerosion und Wasserverschmutzung.



Max-Planck-Institut

Der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie Ralf Conrad sagt zum Problem der Klimaerwärmung:Kurz gesagt könnte die Parole lauten: Keine Rinder mehr essen, auf Milchprodukte verzichten. [2]Die Begründung: Rinder produzieren viel Methangas. Und dieses Gas ist viel schädlicher fürs Klima als das CO2.



Universität von Chicago

Wir untersuchten den Treibhausgasausstoss einer Ernährungsweise, die pflanzlich basiert ist und einer auf tierischen Produkten basierenden Ernährung. [...] Wir kamen zum SChluss, dass eine gemischte Ernährung mit dem durchschnittlichen US-Amerikanischen Kaloriengehalt und Zusammensetzung 1585 kg mehr Treibhausgase (gemessen in CO2-Equivalente) erzeugt, als eine Ernährung mit derselben Kalorienzahl, aber durch pflanzliche Produkte. Dies ist keine Kleinigkeit, Landesweit macht diese Differenz über 6% der gesamten Treibhausgasemissionen der USA aus.

Aus der Studie der Universität in Chicago: Diet, Energy, and Global Warming von 2006.



Europäische Union

Antwort der EU-Kommission zum Thema Klimaschutz und Ernährung auf eine Anfrage der EVU:Auch die Sensibilisierung der Verbraucher hinsichtlich der Auswirkungen auf das Klima ist wichtig. Organisationen wie die Europäische Vegetarier Union können eine wichtige Rolle spielen. Stärker als jede theoretische Steuerung durch Regierungen spielt das Verbraucherbewusstsein eine bedeutende Rolle beim Umdenken über Agrarerzeugnisse. In dieser Hinsicht möchte ich Sie zur Fortsetzung Ihrer Arbeit ermuntern.Leider ist die EU-Kommission sehr zurückhaltend mit ihrer Erkenntnis zu den Folgen des Fleischkonsums. Aber auf Ihrer Seite zum Klimawandel findet man tatsächlich den folgenden Tipp:Essen Sie Gemüse! Die Fleischproduktion ist sowohl CO2-, als auch methanintensiv und erfordert grossße Mengen Wasser. Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen sind übrigens, aufgrund der Art und Weise, wie ihr Verdauungsapparat Nahrung verarbeitet, große Methanproduzenten.



World Wildlife Fund (WWF Schweiz)

Leider hat der WWF (genauer: Felix Meier, Leiter Konsum und Wirtschaft des WWF Schweiz) uns untersagt, eine Stellungnahme von ihm (die uns schriftlich vor liegt) zum Thema Fleischkonsum und Klimawandel zu veröffentlichen.
Der WWF hat zwar eine eigene Seite zum Thema Klima und Ernährung:
Das Klima bittet zu Tisch, doch auch hier wird das Thema der Verlängerung der Nahrungskette vollständig ignoriert, obwohl die Nachteile davon dem WWF durchaus bekannt sind.



Greenpeace Schweiz

Auch Greenpeace befasst sich auf ihrer Homepage ausführlich mit dem Klimawandel und hat einige Druckschriften dazu erstellt. Doch auch hier: Kein einziges Wort über den Fleischkonsum.
Auf Anfrage der SVV erhielten wir von Alexander Hauri (verantwortlich für die Klima- und Energiekampagnen) folgende Antwort am 2.3.2007 (Auszug):
[...] Die FAO-Papiere sind äußerst spannend und auch besorgniserregend. Sie haben recht, dass das auf unserer Website sicher noch eher zu wenig zum Ausdruck kommt. Das wäre etwas zum Ändern oder Ergänzen. [...] Eine etwas erstaunliche Formulierung für das vollständige Auslassen des Themas Fleischkonsum auf ihrer Homepage. Wir werden aber dran bleiben und beobachten, ob dies nur eine Ausrede war, oder ob Greenpeace tatsächlich die FAO-Studie von November 2006 erst durch unsere E-Mail zur Kenntnis nahm und nun Taten folgen lässt. Glücklicherweise ist Greenpeace Deutschland schon weiter: Dort wird der Beitrag des Fleischkonsums zum Klimawandel nicht mehr ignoriert: Auf der Seite „Die zehn wichtigsten Tipps, was Sie für das Klima tun können“ steht unter Punkt 3: Reduzieren Sie den Fleischanteil Ihrer Ernährung. Wenn Sie sich ausgewogen und fleischreduziert ernähren (oder sogar Vegetarier werden) ersparen Sie dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.Beim CO2-Rechner von Greenpeace Deutschland gibt es auch Tipps zur Ernährung: Fleisch und Milchprodukte haben einen erheblichen Einfluss auf die persönliche Bilanz. Der Anbau von Viehfutter sowie die Tierhaltung sind zu einem großen Teil für Emissionen aus dem Ernährungsbereich verantwortlich.Auch auf der Klimatestseite der Greenpeacegruppe Berlin wird direkt nach dem Fleischkonsum gefragt: Klimatest. Auch bei Greenpeace in Österreich ignoriert man den Zusammenhang nicht mehr: Die Vorstellung des neuen Footprint Materials wurde mit einem veganen Buffet gemacht. Schade, dass Greenpeace Schweiz (genauso wie Greenpeace International) nach wie vor vor diesem Thema zurück schreckt und es weiterhin auf ihrer Webseite ignoriert.



World Watch Institut

Das WorldWatch Institut aus Washington warnt schon seit vielen Jahren vor den globalen Auswirkungen der Fleischproduktion. Natürlich ist auch das Thema Klimaerwärmung immer wieder ein Thema gewesen.
In Ihrem
Artikel aus dem Jahre 2004, «MEAT – Now, It’s Not Personal! But like it or not, meat-eating is becoming a problem for everyone on the planet» [FLEISCH – Nun ist es keine persönliche Angelegenheit mehr! Ob du es willst oder nicht, der Fleischkonsum wird zu einem Problem für alle Menschen auf diesem Planeten], fassen sie die Erkenntnisse zusammen und zitieren unter anderem folgende Expertenmeinungen: Eine Tonne Methan, das wichtigste Treibhausgas in der Landwirtschaft, hat denselben Effekt auf die globale Klimaerwärmung wie 23 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Eine Milchkuh produziert jährlich 75 kg Methan, was über 1,5 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Natürlich verhält sich die Kuh dabei ganz natürlich. Aber es scheint so, dass die Menschen dabei vergessen, dass die Landwirtschaft ein Industriezweig ist. Wir ebnen das Land, säen Weideland, züchten Nutztiere und so weiter. Es ist ein von Menschen gemachtes Geschäft, nicht etwas natürliches. Darin sind wir sehr gut, deshalb stieg die Methangasemission um 150 Prozent in den vergangenen 250 Jahren, während die Kohlendioxidkonzentration nur um 30 Prozent angestiegen ist.



Schweiz (Bundesamt für Umwelt)

Auf die Anfrage der SVV vom 16.1.2007 an den Bundesrat Leuenberger erhielt die SVV folgende Antwort [3] des Vizedirektors Gérard Poffet des zuständigen Bundesamtes für Umwelt (BAFU): [...] Die grundsätzlichen ökologischen Nachteile des heutigen Fleischkonsums sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.
Im Bereich der Landwirtschaft konnten in der Schweiz in den letzten Jahren aufgrund einer Abnahme des Rindviehbestandes sowie mit der Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik die Lachgas- und Methanemissionen gesenkt werden.
Zur Erreichung unserer klimapolitischen Ziele stehen allerdings Massnahmen im Vordergrund, die auf eine Reduktion der CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe abzielen. Denn rund 80 Prozent der Treibhausgasemissionen in der Schweiz stammen aus der Verbrennung dieser Energieträger. [...]
Die Problematik ist also auch den Bundesbehörden bekannt. Die starke Subvention der Schweizer Viehwirtschaft steht jedoch im Widerspruch zu dieser Erkenntnis. In dem PDF-Dokument Klimaschutz im Alltag des Bundesamtes für Umwelt findet man folgenden fiktiven Vergleich:Die Eltern Laura und Felix sind Vegetarier, aber Gourmets. Sie kochen phantasievoll für sich und ihre beiden Kinder. Frisches, saisongerechtes Gemüse in seiner ganzen Vielfalt ist an der Tagesordnung. Dagegen sind Fertigmenüs aus der Tiefkühltruhe ebenso verpönt wie der Mikrowellenherd.
Bei solchen Ernährungsgewohnheiten setzt eine Person jährlich weniger als eine Tonne CO2 frei.
Wer dagegen viel Fleisch isst, täglich Tiefgefrorenes auftaut und nicht auf regionale Herkunft achtet, kommt auf mindestens eine halbe Tonne mehr.
Schlachtvieh zu mästen erfordert eben einen viel höheren Energieeinsatz als Pflanzenbau, denn für jede Kalorie Fleisch braucht es ein Mehrfaches an pflanzlichen Kalorien in Form von Futtermitteln.
Die vegetarische Ernährung ist hier zwar gut verpackt inmitten anderer klimarelevanter Handlungen, aber immerhin wird sie nicht ganz ignoriert. Doch auch in einer weiteren Schrift des BAFU, Das Klima in Menschenhand. Neue Fakten und Perspektiven. 2002, wird der Fleischkonsum zumindest am Rande erwähnt (Seite 17): Steigender Fleischkonsum und damit wachsende Rinderherden fördern die Produktion von Treibhausgasen ebenso wie der wachsende Nahrungsmittelbedarf einer stets grösser werdenden Weltbevölkerung.Man muss zwar bei der Schweizer Regierung schon etwas länger suchen, da die Erwähnung des Fleischkonsums ausschliesslich auf PDF-Dokumente verbannt wurde und jeweils nur nebenbei erwähnt wird. Aber das Thema wird zumindest nicht vollständig ignoriert.



Deutschland (Untersuchungskommission des Deutschen Bundestages)

Zum Thema Ammoniak (NH3) veröffentlichte die Untersuchungskommission des Deutschen Bundestages zum Thema «Schutz der Erdatmosphäre» 1992 in «Klimaänderung gefährdet nationale Entwicklung»: National (BRD), kontinental (Westeuropa) und global sind die NH3-Emissionen zu 90% der Landwirtschaft und hier zu 80% der Tierhaltung zuzuordnen. In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich 528000 t NH3 emittiert. Ammoniak entsteht im Stallbereich, in der Weidewirtschaft sowie bei der Lagerung und Ausbringung von organischem Dünger. […] Durch Minderung der Viehbestände, Fütterungsumstellungen und Reduzierung der Güllewirtschaft würden die Ammoniak- und Stickoxid-Freisetzungen vermindert. […] Das wäre nicht nur in ökologischer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht wünschenswert. [4] Diese Kommission der deutschen Regierung war damals ihrer Zeit weit voraus. Dennoch hat die deutsche Regierung keine Taten folgen lassen.Zumindest der Bayerische Umweltminister Werner Schnappauf hat zur Eröffnung der BioFach-Messe den Einfluss der Ernährung auf das Klima, und dabei insbesondere auch den Fleischkonsum, klar angesprochen. Aus der Presseerklärung vom 15.2.2007 dazu: In der Woche mal auf Fleisch verzichten, ist Schnappauf zufolge auch ein Beitrag zum Klimaschutz: Laut Studie werden beispielsweise bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch 6 ½ Kilo CO2 eingesetzt; die gleiche Menge Obst verbraucht hingegen nur ein halbes Kilo, Gemüse sogar nur 150 Gramm. Also kurz gefasst 5 Tipps für den Einkauf: mehr pflanzliche Lebensmittel in den Speiseplan aufnehmen, saisonales Obst und Gemüse aus dem Freiland bevorzugen, regionale Lebensmittel in den Vordergrund stellen, nachhaltig erzeugte Lebensmittel einbeziehen und frische, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel statt Tiefgefrorenes, so der Minister.Die Worte sind vielversprechend. Doch leider findet man ausserhalb dieser Presseerklärung kaum Informationen zu diesem Thema. Ganz im Gegenteil: Bei den vielen Broschüren zum Klimaschutz befindet sich eine mit dem Namen: Energie sparen in Metzgereien – Klima schützen – Kosten senken. Das Energiesparen ist sicher in allen Bereichen notwendig, doch dass man den Metzgereien eine eigene Broschüre widmet, während man das Thema Fleischkonsum ansonsten ignoriert, ist einseitig.
Nur an einem Ort taucht der Fleischkonsum bzw. die vegetarische Ernährung wieder auf: Beim persönlichen
CO2-Rechner. Dort kann man angeben, ob man sich vegetarisch ernährt. Es wird zwar erwähnt, dass Fleisch und Milchprodukte energieintensiv bei der Erzeugung sind, auf die Auswahl einer veganen Ernährung wird in diesem Formular dennoch verzichtet.



England

Die Englische Regierung geht auf Ihrer Homepage auf den Einfluss verschiedener Produkte auf die Umwelt ein und erwähnt ausdrücklich, dass Fleisch und Milchprodukte grosse negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima haben:Die Produktion von Fleisch und Milchprodukten beeinflusst die Klimaänderung und die Umwelt viel stärker als die meisten Getreide- und Freiland Früchte-/Gemüsearten.

[the production of meat and dairy products has a much bigger effect on climate change and other environmental impacts than that of most grains, pulses and outdoor fruit and vegetables]Die Engländer gehören zu den grössten Fleischkonsumenten Europas, gleichzeitig haben sie aber auch bei weitem die meisten Vegetarier Europas. Deshalb ist gerade dort dieses Thema von grosser Tragweite.



Al Gore / USA

Al Gore wurde nach seiner Präsidentschaftskandidatur in den USA vor allem durch seinen enormen Einsatz gegen den Klimawandel und seinen Film dazu „An Inconvenient Truth “ bekannt.
Im Film wird leider mit keinem Wort der Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimawandel erwähnt. Vermutlich liegt dies daran, dass
Al Gore selbst Fleisch konsumiert. Er würde bei seinen vielen Vorträgen deshalb sofort unglaubwürdig werden, wenn er diesen Zusammenhang erwähnen würde, ohne auch selbst die Konsequenten daraus zu ziehen. Doch auf der Homepage zum Film findet man immerhin folgende Aussage: Essen Sie weniger Fleisch
Methan ist das zweitwichtigste klimaschädigende Gas und Kühe gehören zu den grössten Methanausstossern. Ihre Ernährung durch Gras und die mehreren Mägen lassen sie Methan erzeugen, welches sie mit jedem Atemzug ausstossen.

Da der Film in erster Linie für ein US-Amerikanisches Publikum gemacht wurde, könnte es natürlich auch sein, dass Al Gore sein Publikum nicht überfordern wollte und deshalb diesen Aspekt auf eine Unterseite der Homepage zum Film verbannt hat. Wenn es ihm aber ernst ist mit der Aussage, dass der Klimawandel das grösste Problem ist, dem die Menschheit heute gegenüber steht, sollte er zumindest seinen persönlichen Ernährungsstil auch entsprechend anpassen.

Mehr zum Thema finden Sie auf der Seite: http://www.vegetarismus.ch/klimaschutz/index.htm



Muhammad Yunus – gelebte Verantwortung
27. August, 2007, 21:53
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Atlas der Globalisierung, m. CD-ROM (Gebundene Ausgabe)
27. August, 2007, 13:03
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Gebundene Vorzugsausgabe mit CD-ROM (Linux, Mac, Windows)
Alle Texte, Karten und Schaubilder als Einzeldateien. Die perfekte Grundlage für Referate, Vorträge und Präsentationen
Mit Vorworten von Ignacio Ramonet (als PDF) und Klaus Töpfer (als PDF)
Mit Beiträgen u.a. von Mark Hertsgaard, Susan George, Carolin Emcke, Johan Galtung und Suketu Mehta
Auf 120 farbigen Doppelseiten mit über 300 Karten und Schaubildern betrachtet der Atlas die Welt in fünf Kapiteln:

  • Die bedrohte Umwelt
  • Die neue Geopolitik
  • Gewinner und Verlierer der Globalisierung
  • Ungelöste Konflikte
  • Der Aufstieg Asiens

 http://www.monde-diplomatique.de/pm/.atlas07/atlas 



Erfolgsfaktor Verantwortung. Corporate Social Responsibility professionell managen: Corporate Social Responsibility Professionell Managen (Gebundene Ausgabe)
26. August, 2007, 10:22
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Unternehmerische Wohltaten sind nicht neu: Spenden haben beispielsweise eine lange Tradition. Neu hingegen sind die Professionalisierung des unternehmerischen Engagements und die Verkettung mit der Unternehmensstrategie. Unternehmen tragen Verantwortung gegenüber Kunden und Investoren, ihren Mitarbeitern und der Gesellschaft insgesamt. Wie werden sie dieser Verantwortung gerecht? Welche Unternehmen zeichnen sich dabei besonders aus und weswegen? Auf der Basis der Ergebnisse des ?Good Company“-Wettbewerbs bietet das Buch Strategien, Handlungsalternativen und Perspektiven.



Brutale Arbeitsbedingungen in China
24. August, 2007, 17:06
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China wird immer mehr zur Werkbank der Konzerne. Die Importe aus China, insbesondere bei Waren aus dem niedrigpreisigen Segment sind in den letzten Jahren und Monaten geradezu explodiert. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass die Anzahl fehlerhafter und schlechter Ware immer schneller steigt. Hier sind insbesondere Prüfinstitutionen und Verbraucherberatung gefragt. Auch der Verbraucher sollte sein Kaufverhalten auf den Prüfstand stellen. Bei aller Begeisterung über das „Schnäppchen“, sollte die Sicherheit nicht hintenan gestellt werden.
Der eigentliche Skandal sind aber nicht die schadhaften Waren, sondern die brutalen Arbeitsbedingungen, die in Chinas Fabriken offenbar nach wie vor herrschen. Ausgelöst nicht zuletzt durch den enormen Kostendruck der „Partner“ aus den Industrieländern, sehen sich die chinesischen Zulieferer anscheinend nicht in der Lage angemessene Arbeitsbedingungen sicherzustellen.

Die amerikanische Arbeitrechtsorganisation China Labor Watch kommt in einer aktuellen Studie zum Ergebnis, dass in vielen Fabriken zur Herstellung von Spielzeugen brutale und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen würden. Die Fabriken arbeiten teilweise für namhafte Firmen. So kommen unter renommierten Labels Waren auf den Markt, die unter unsäglichen Bedingungen hergestellt wurden.

Die Herstellungskette der Waren ist teilweise völlig undurchsichtig. So können die Chinesen nicht zu Unrecht auf die Verantwortung der Importeure und der Auftrag gebenden Konzerne verweisen. Diese haben gegenüber dem Verbraucher eine Sorgfaltspflicht. Wenn schadhafte Waren unter ihrem Label auf den Markt kommen, ist dies nicht so sehr den unter enormen Preisdruck produzierenden chinesischen Produzenten, sondern der mangelhaften Qualitätskontrolle der Konzerne zuzuschreiben.

Weitere Informationen:
China Labor Watch



Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft. Ein Management Handbuch (Broschiert)
24. August, 2007, 15:37
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Für viele deutsche Unternehmen ist es selbstverständlich, verantwortlich zu wirtschaften. Ihr gesellschaftliches, soziales und ökologisches Engagement muss sich jedoch nicht in Wohltätigkeit erschöpfen. Von strategisch verstandener „Corporate Social Responsibility“ profitiert nicht nur die Gesellschaft: Investitionen in die Gesellschaft können sich als langfristige Wettbewerbsvorteile auch für das Unternehmen selbst auszahlen.Wie lässt sich das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens so an dessen Prozesse, Produkte und Beziehungen anbinden und innerbetrieblich verankern, dass es zu einem Werttreiber wird? Die Bertelsmann Stiftung sucht nach Antworten auf diese Frage und erarbeitet deshalb gemeinsam mit Experten aus Unternehmen und Wissenschaft Managementwissen für Corporate Social Responsibility. Das Handbuch »Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft« stellt einen prozessorientierten Managementansatz vor. Damit können Verantwortliche im Unternehmen eine geeignete Vorgehensweise ableiten, um geeignete Themen zu definieren, einen strategischen Ansatz zu entwickeln und entsprechende Projekte mit ausgewählten Partnern aus Staat und Non-Profit-Sektor umzusetzen.